Teddykrankenhaus: Am ersten Tag schon 800 Kinder mit ihren Kuscheltieren!

Die ersten Tage waren schon ein voller Erfolg: Am Sonntag, 23. Juni 201, war das Teddybärkrankenhaus für jedermann offen. Ohne Anmeldung und natürlich kostenlos konnten alle Kinder mit ihren Kuscheltieren vorbeikommen. Trotz der hohen Temperaturen ein voller Erfolg: Mehr als 800 Kinder kamen mit ihren Eltern. Mit dabei auch Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Ich bin wirklich begeistert und beeindruckt von dieser tollen Veranstaltung und dem Engagement der Medizinstudierenden und Auszubildenden an der Uniklinik Düsseldorf und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf."
Morgen und übermorgen geht's beim Teddykrankenhaus weiter mit angemeldeten Kindergartengruppen. Danke an das ganze Organisationsteam und alle Teddydocs für ihren Einsatz bei über 30 Grad in den aufgehitzen Zelten sowie an die Feuerwehr Düsseldorf Jugendfeuerwehr Umweltschutzzug Düsseldorf und den Arbeiter-Samariter-Bund Region Düsseldorf e.V. für die Unterstützung.
Montag und Dienstag ist angemeldeten Kindergartengruppen vorbehalten. Zum zweiten Mal kommen in diesem Jahr am Mittwoch Kindern aus verschiedenen Flüchtlingseinrichtungen in Düsseldorf. Donnerstag gehen die Teddydocs noch zu den stationär aufgenommenen Kindern in der UKD-Kinderklinik. Die Organisatoren rechnen damit, dass in diesem Jahr rund 800 Meter Verband, 3.000 Einweghandschuhe und 2.000 Äpfel und Päckchen Gummibärchen verbraucht werden.
‚Aua-Weg-Gummibärchen‘ bis ‚Bauch-weh-weg-Drops‘: 500 Teddydocs sind im Einsatz
„Vorgänge in einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis können Kindern Angst machen. Ärzte in weißen Kitteln wirken auf sie dann bedrohlich – auch wenn es eigentlich nur um einen harmlosen Verbandswechsel oder eine kleine Spritze geht“, erklärt Milena Kivel aus dem Organisationsteam des Teddybärkrankenhauses. „Bei uns erleben die Kinder ohne selbst betroffen zu sein, wie wir behutsam und Schritt für Schritt z.B. den Beinbruch des Plüschhasen behandeln. Der bekommt dann einen Gips und vielleicht noch ein paar Bonbons gegen Bauchschmerzen und die Nervosität verschrieben. So verlieren die Kinder hoffentlich einen Teil der Angst und verstehen, dass die Ärzte im weißen Kittel nicht bedrohlich sind, sondern helfen.“
Auch in diesem Jahr wurden die mehr als 500 ehrenamtlich arbeitenden Medizinstudenten wieder von den Auszubildenden der Uniklinik Düsseldorf unterstützt. Gemeinsam betrieben sie in der Zeltstadt vor der Mensa der Heinrich-Heine-Universität neben einer radiologischen Abteilung mit Kuscheltier-CT und einem Röntgengerät, auch einen speziell eingerichteten Operationssaal, indem sowohl Plüsch-Knochenbrüche als auch internistische Erkrankungen behoben werden können. Die Orthoptisten-Azubis kümmerten sich unterdessen um die Augen der Plüsch-Patienten, während die Krankenpflegeschüler eine spezielle Krankenstation einrichteten, um die Kuscheltiere kurzfristig auch stationär aufzunehmen.
Ein Highlight in diesem Jahr: Ein Teddy-Ultraschall konnte zeigen, ob ein Kuscheltier zu viele Gummibärchen genascht hat und mit Hilfe einer Blutanalyse konnte geguckt werden, ob der Teddy auch genug geknuddelt wird. Neu dabei ist ein Teddy-EKG.