Ausgezeichnete Gleichstellung an der HHU

Anja Vervoorts, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, über die Anerkennung: „Die HHU ist bestrebt, Frauen sowie Studierenden und Beschäftigten mit Familienaufgaben die optimalen strukturellen und ideellen Grundlagen zu bieten, um ein erfolgreiches Studium und eine aussichtsreiche Wissenschaftskarriere zu ermöglichen. Mit der Förderung aus dem Professorinnenprogramm können wir Bewährtes verstetigen und Innovatives erproben.“
Die Maßnahmen der HHU zur Karriere- und Personalentwicklung für Nachwuchswissenschaftlerinnen zielen auf eine weiter ausgebaute Individualförderung ab. Besondere Angebote zur Qualifizierung und Karriereentwicklungen – wie beispielsweise die universitätsweite Graduiertenausbildung im Rahmen der HeineResearchAcademies (HeRA) oder Mentoringprogramme – sollen Frauen die Entscheidung für eine Karriere in der Hochschule erleichtern. Durch das Netzwerk der Mentees und Almumnae des SelmaMeyerMentorings und das Netzwerk der Wissenschaftlerinnen an der HHU wird eine strukturelle Basis für eine langfristige Veränderung geschaffen. Flankiert wird dies durch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch das FamilienBeratungsBüro und zur Work-Life Balance.
Der Frauenanteil unter den Professuren an der HHU ist seit 2004 auf aktuell 23,6% (2018) stetig gestiegen. Ein strukturierter Berufungsprozess, die frühzeitig eingeführte Gleichstellungsquote nach dem Kaskadenmodell sowie die erfolgreiche Beteiligung an Programmen zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Daueraufgabe bleibt dennoch weiterhin, mehr qualifizierte Frauen für Professuren zu gewinnen. Dazu ist unter anderem die Einrichtung eines Familien-Fonds zur Entlastung von Juniorprofessorinnen in der Erziehungsverantwortung geplant.
Die Heinrich-Heine-Universität ist für ihre vorbildliche Gleichstellungspolitik bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Im Jahr 2017 erhielt sie zum vierten Mal in Folge das Zertifikat audit familiengerechte hochschule für ihr beispielhaftes Engagement für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium.
Das Professorinnenprogramm, 2008 von Bund und Ländern initiiert, zielt darauf ab, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern, die Anzahl von Frauen in Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern und die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern. 2017 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) die dritte, bis 2022 währende Programmphase beschlossen, in der nun die ersten Auswahlentscheidungen getroffen wurden. 111 Hochschulen aus allen 16 Ländern haben sich an dieser ersten Auswahlrunde der aktuellen Phase des Professorinnenprogramms beteiligt.
Weitere Informationen: Dr. Anja Vervoorts Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Tel: 0211 / 81-11526 vervoort@hhu.de