Vom Individuum zur Gesellschaft - Einblicke in die Organisation des Bienenstaates

Honigbienen bilden Gesellschaften, in denen tausende von Bienen als eine Einheit funktionieren. Arbeiter in Bienen-Gesellschaften engagieren sich in verschiedenen Aufgaben, kooperieren und kommunizieren bei der Ausübung ihrer Arbeit, genau wie Menschen in menschlichen Gesellschaften. Durch ihre gemeinsame Anstrengung entstehen neue Verhaltenseigenschaften, die die Fähigkeiten einzelner Arbeiterbienen weit übersteigen. Sie verteidigen kollektiv ihre Kolonien und nutzen effizient Nahrungsquellen durch ausgeklügelte Kommunikationssysteme, wie z.B. ihre "Tanzsprache". Für die Fortpflanzung sorgt eine einzelne Königin mit mehreren hundert Bienenmännchen, während die bis zu 40.000 Arbeiterbienen eines Bienenstocks die sozialen Verhaltensweisen ausführen, die der Pflege der Bienenvölker gewidmet sind.
Prof. Dr. Martin Beye lehrt und forscht seit 2005 am Institut für Evolutionsgenetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Forschungsarbeiten umfassen die Geschlechtsbestimmung, Entwicklung und das Verhalten von Honigbienen. Seine aktuellen Forschungen zielen darauf ab zu verstehen, inwiefern Gene und Umwelt das hochentwickelte soziale Verhalten der Honigbienen bestimmen. Prof. Beye und seine Forschungsgruppe haben verschiedene Methoden entwickelt, um Gene zu verändern und das Verhalten kleiner Kolonien zu quantifizieren
Mit der Vortragsreihe ‚Forschung im Fokus‘ – einem gemeinsamen Projekt von Heinrich-Heine-Universität, Volkshochschule, Evangelischer Stadtakademie und Heinrich-Heine-Institut – geben Professorinnen und Professoren der HHU auf ansprechende und verständliche Weise Einblicke in die aktuellen Entwicklungen verschiedenster Wissens- und Forschungsgebiete. Einmal im Monat, jeweils donnerstags, werden in den Vorträgen der Reihe aktuelle Fragestellungen, die die Menschen zurzeit beschäftigen und bewegen, aufgenommen.
Die Veranstaltung ist öffentlich, Interessierte sind herzlich willkommen: Eintritt 5 Euro, für Studierende frei.
Termin: Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19.00 Uhr Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf

Ausblick auf den nächsten Vortrag der Reihe 'Forschung im Fokus':
Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19.00 Uhr Früherkennung von Psychosen - Stand der Forschung und Ausblick PD Dr. Frauke Schultze-Lutter (LVR-Kliniken der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf)