Alle Organismen einschließlich der Pflanzen verfügen über ausgefeilte Strategien der Nährstoffverwertung aus ihrer Umgebung. Da die pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein in der Pflanzenproduktion ist, hängt auch unser Leben davon ab. Versteht man die Transportmechanismen in der Pflanze – etwa in deren Wurzeln –, kann dies dazu beitragen, Kulturpflanzen zu züchten, die Nährstoffe besser aufnehmen können.
Prof. Fujiwara forscht an diesen Themen. Er leitet das Labor für Plant Nutrition and Fertilizers am Department of Applied Biological Chemistry der Universität von Tokyo und beschäftigt sich dort mit Zell-zu-Zell-Bewegung von Makromolekülen und Pflanzenantworten bei unterschiedlichen Ernährungsbedingungen. Er entdeckte unter anderem den ersten Bor-Transporter in lebenden Organismen und entwickelte verschiedene Prinzipien der zellulären Transporter-Proteinregulation, so die dynamische Kontrolle der Proteintranslation durch „Ribosome Stalling“.
In Düsseldorf präsentierte er neue Ergebnisse aus seiner Forschung. In einem speziellen Mercator-Workshop diskutierte er neue Forschungskonzepte und -methoden vertieft mit jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Darüber hinaus ging es auch um karriererelevante Themen wie die Strategien zur wissenschaftlichen Veröffentlichung und Forschungsmöglichkeiten in Japan.
Das DFG-geförderte Mercator-Modul ist in das Trainingsprogramm des SFB 1208 integriert. So soll ein intensiver wissenschaftlicher Diskurs und Langzeitkooperationen zwischen Düsseldorf und auswärtigen Mercator Fellows ermöglicht werden.
