Hörtag des UKD-Hörzentrums: „Gut hören – auch im Alter noch ganz Ohr“

Bei vielen Menschen im Alter zwischen 50 oder 60 Jahren setzt ein Hörverlust ein. „Viele Betroffene merken das erst gar nicht. Sie werden von ihren Freunden und der Familie angesprochen“, erklärt Prof. Dr. Dr. Thomas Klenzner, Ärztlicher Leiter des Hörzentrums und stellv. Direktor der HNO-Klinik am UKD. In der Regel können zunächst sehr hohe Töne nicht mehr gehört werden, später kommen dann auch die tieferen Tonbereiche dazu. Die Häufigkeit einer solchen Störung nimmt bei älteren Menschen deutlich zu: Bei den über 60jährigen sind rund ein Drittel betroffen, bei den über 70jährigen bereits jeder zweite.Besonders in lauten Umgebungen können viele Patientinnen und Patienten dann nur noch schlecht zum Beispiel einzelnen Gesprächen folgen. Prof. Klenzner: „Das führt natürlich zu einer deutlichen Reduzierung der Lebensqualität, was einen sozialen Rückzug und psychische Belastungen zur Folge haben kann. Man kann das verstehen: Wenn ich auf einer Feier außer der lauten Musik nichts mehr gut verstehen kann, verliere ich irgendwann die Freude an solchen Veranstaltungen an sich. Umso wichtiger, dass frühzeitig Maßnahmen einer Therapie ergriffen werden.“Beim diesjährigen Hörtag des Uniklinik-Hörzentrums werden die Experten daher verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorstellen, die die Lebensqualität aus Sicht der Patientin und des Patienten verbessern können. So wird unter anderem Hörakustikingenieur Sebastian Thömmes vorstellen, was moderne Hörgeräte leisten und Dr. Nils Jansen von der HNO-Klinik am UKD erklären, ob es bei implantierbaren Hörsystemen eine Altersgrenze gibt.
Im Anschluss an die Fachvorträge können sich Betroffene und Interessierte an einem runden Tisch über ihre Erfahrungen austauschen und Experten des Düsseldorfer Hörzentrums beantworten individuelle Fragen zum Thema Schwerhörigkeit. Zudem besteht die Möglichkeit vor Ort einen kostenlosen Hörtest zu machen. Der Eintritt ist kostenlos.4. Hörtag des Uniklinik-Hörzentrums1. September 2018,10:30-14:30 Uhr,Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf