Auf diese Grundlage hatten sich alle Verhandlungsteilnehmer vor dem Start der jetzigen Gespräche in der vergangenen Woche geeinigt. Auch in Baden-Württemberg war es um die Entlastung des Pflegepersonals gegangen. Das Ergebnis dort nach monatelangen Verhandlungen: Ein konkretes Procedere zum kurzfristigen Ausgleich bei Personalausfällen und eine Einigung über zusätzliches Pflegepersonal. An den vier Unikliniken dort sollen insgesamt 120 zusätzliche Pflegekräfte eingestellt werden (zwischen 20 und 40 pro Standort). Außerdem sollen im Laufe der nächsten zwei Jahre in zehn bis 20 ausgewählten Bereichen jedes Universitätsklinikums in Baden-Württemberg Verfahren zur Ermittlung des Personalbedarfs etabliert werden.
„Es war ein gutes Zeichen, dass sich alle Verhandlungsteilnehmer im Vorfeld verbindlich darauf geeinigt haben, dass das Modell aus Baden-Württemberg auch für uns Grundlage der Gespräche ist“, so Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Direktor des UKD. Sein Vorstandskollege und Pflegedirektor Torsten Rantzsch ergänzt: „Mit dem Aufbau von ca. 80 zusätzlichen Stellen im Pflegebereich haben wir schon jetzt für Entlastung gesorgt. Mit einer konkreten Vereinbarung wäre der Weg frei für weitere Maßnahmen.“ Prof. Dr. Benedikt Pannen, stellvertretender Ärztlicher Direktor des UKD: „Aktuell ist der Streik an unserem Klinikum ausgesetzt. Das ist eine spürbare Erleichterung für unsere Patientinnen und Patienten. Daher ist es wichtig, dass es nun mit den Verhandlungen weitergeht und wir gemeinsam zu Ergebnissen kommen, die vor Ort umsetzbar sind.“
