Die Preisbildung auf Märkten für Otto- und Dieselkraftstoff untersteht seit geraumer Zeit dem Verdacht möglicher Preisabsprachen zwischen den führenden Mineralölkonzernen. Solche Absprachen konnten allerdings bislang nie nachgewiesen werden. Auch die mehrjährige Sektoruntersuchung des Bundeskartellamtes konnte keine Belege für Absprachen zutage fördern. Im Vortrag wird erläutert, warum solche Absprachen aufgrund der Homogenität des Produktes Kraftstoff sowie der hohen Markttransparenz nicht erforderlich sind. Der zweite Teil des Vortrags widmet sich der neu geschaffenen Markttransparenzstelle für Kraftstoffe und ihrer Wirkungen auf das Preisniveau sowie die Häufigkeit von Preisänderungen. Haben die zusätzlichen Informationen für Verbraucher positive Wirkungen auf den Wettbewerb in Kraftstoff märkten entfaltet oder haben sie stattdessen den Anbietern die Koordination weiter vereinfacht?
Ulrich Heimeshoff ist außerplanmäßiger Professor am Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) und lehrt Mikroökonomik, Wirtschaftspolitik, Preis- und Wettbewerbstheorie, Finanzmarktregulierung und Empirische Industrieökonomik. Seine Forschungsinteressen liegen in der Empirischen Regulierungsforschung im Bereich der Telekommunikations- und Energiemärkte sowie empirischen Studien zur Regulierung von Banken.
Der Vortrag ist öffentlich und kostenfrei – Interessierte sind herzlich willkommen!
Termin: Dienstag, 29.05.2018, 19:30 Uhr Wettbewerb auf Kraftstoffmärkten und die neue Markttransparenzstelle für Kraftstoffe Haus der Universität, Schadowplatz 14, Düsseldorf
Ausblick auf den nächsten Vortrag der Reihe:
26.06.2018, 19:30 Uhr „„Die Besteuerung ist sicher, oder? – Unternehmensnachfolge aus steuerlicher Sicht“ Prof. Dr. Guido Förster
Weitere Informationen: www.wiwi.hhu.de/oeconomicumlive
