„Ich fühle mich Düsseldorf verbunden wie dem ganzen Rheinland“, so der Altbundespräsident in Vorbereitung seiner Vorlesung. „Der rheinischen Republik ist es gelungen, die zögerlichen Deutschen mit der Demokratie zu befreunden. Nordrhein-Westfalen und seine Landeshauptstadt stehen für eine Haltung, die mir gefällt: den Mut, die Welt zu nehmen wie sie ist, und sie zu gestalten, so gut es geht. Das klingt sehr pragmatisch – wie schön, wenn sich diese Haltung mit rheinischem Optimismus vereint.“
In seiner Vorlesung mit dem Titel „Nachdenken über das Eigene und das Fremde“ wird sich Gauck mit Identitätsfragen Deutscher und in Deutschland Lebender beschäftigen. Diese Thematik wird auch am folgenden Tag im Fokus stehen, wenn bei der Podiumsdiskussion der Soziologe Prof. Dr. Ulrich Rosar, der Psychologe Prof. Dr. Reinhard Pietrowsky und die DAAD Auslands-Korrespondentin Ouassima Laabich mit dem ehemaligen Bundespräsidenten diskutieren. Gauck, der erste Heine-Gastprofessor, der im Rahmen seiner Professur an einer Podiumsdiskussion teilnimmt, erklärte: „Die Heinrich-Heine-Universität ist eine profilierte Hochschule und ich freue mich auf Impulse aus der akademischen Öffentlichkeit auch außerhalb Berlins“.
Joachim Gaucks erste Vorlesung an der HHU findet am 31. Januar 2018 um 16:30 Uhr statt. Die Podiumsdiskussion folgt dann am 1. Februar um 10:30 Uhr. Die zweite und letzte Vorlesung im Rahmen der Heine-Gastprofessur wird Joachim Gauck am 18. April 2018 halten. Alle drei Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei. Sie finden im Hörsaal 3A, Geb. 23.01 der HHU statt.
Bitte beachten Sie, dass gefährliche Gegenstände wie Gasbehälter, pyrotechnische Artikel und Waffen jeder Art grundsätzlich nicht mitgebracht werden dürfen. Das Security-Personal ist berechtigt, stichprobenartig und ohne Verdachtsmoment Bekleidungsstücke und mitgeführte Taschen zu durchsuchen und gefährliche Gegenstände abzunehmen oder den Eintritt in den Hörsaal zu verwehren.
Die Heinrich-Heine-Gastprofessur ist ein Geschenk des Landes Nordrhein-Westfalen an die Universität zu ihrer Namensgebung im Jahr 1988. Vor Joachim Gauck waren u. a. Marcel Reich-Ranicki, Richard von Weizsäcker, Helmut Schmidt, Wolf Biermann, Siegfried Lenz, Durs Grünbein, Joschka Fischer, Karl Kardinal Lehmann und zuletzt Ulrich Wickert Heine-Gastprofessoren.
