Die Kneipentour der Wissenschaft startet um 18:00 Uhr zunächst mit Prof. Dr. Maria von Korff Schmising vom Institut für Pflanzengenetik und Prof. Dr. Andreas Weber vom Institut für Biochemie und dem Mais. In ihrem Beitrag „Gute Gene, schlechte Gene: Ist Züchtung gut und Gentechnik schlecht?“ erklären sie, wieso hier durchaus Diskussionsbedarf besteht:
Unsere heutigen Nutzpflanzen wurden bereits seit über 10.000 Jahren aus Wildformen domestiziert und seitdem durch klassische Züchtung ständig verändert und verbessert. Diese Optimierung ging mit einer massiven Veränderung der Gene und somit der Eigenschaften der Pflanzen einher. Methoden der klassischen Züchtung werden in der Regel nicht von Verbraucherinnen und Verbrauchern in Frage gestellt, erreichen jedoch zunehmend Grenzen. Bei der Gentechnik oder den neuen Züchtungsmethoden wie der Genomeditierung werden gezielt einzelne Gene verändert, teilweise nur einzelne DNA Bausteine getauscht und die Zuchtmethodik dadurch verbessert. Dennoch werden diese Methoden in der Gesellschaft häufig kontrovers und emotional diskutiert. Aber sind die Methoden der klassischen Züchtung und der Genomeditierung nicht im Wesentlichen gleich? Das Erbgut der Pflanzen wird verändert, mit dem Unterschied, dass mit der Genomeditierung diese Veränderungen viel präziser durchgeführt werden als durch klassische Zuchtmethoden?
Nach einer Stunde, um 19:00 Uhr, übernimmt Jasmin Pfeifer, Doktorandin an der HHU und der Universität von Amsterdam, zum Thema Musik „Thank you for the Music, or not?!“:
Musik umgibt uns überall im Alltag und viele glauben, dass jeder Mensch irgendwie musikalisch ist. Aber ist das wirklich so? Oder gibt es einige wenige Menschen die wirklich unmusikalisch sind und nichts dagegen tun können? Kennen wir nicht alle jemanden in unserem Bekanntenkreis von dem wir das denken? In ihrem Beitrag informiert sie zum Thema Unmusikalität und zu sogenannter Amusie. Bei Amusie handelt es sich um eine sehr spannende Wahrnehmungsstörung, die dafür sorgt, dass Personen Tonhöhen- und Rhythmusunterschiede in Sprache und Musik nicht wahrnehmen können. Sie gibt einen kleinen Einblick in die aktuelle Amusieforschung mit vielen Tonbeispielen und kleinen akustischen Tests zum Mitmachen.
Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Duesseldorf Institute for Competition Economics (DICE), beschließt um 20:00 Uhr den virtuellen Kneipenbesuch – passend mit dem Titel: Zur Ökonomie der Wirtschaft: Die gesellschaftliche Funktion der Eckkneipe:
Im Gegensatz zu vielen anderen konsumtiven Tätigkeiten findet der Konsum von Alkohol regelmäßig in Gesellschaft statt. Das Trinken von Bier, Wein und Spirituosen ist somit sozialer Konsum, der in vielen Gesellschaften verbreitet ist. Welche sozialen Funktionen hat das Trinken in Gesellschaft, also im Kreis von Freunden und Kollegen? Und welche gesellschaftlichen Kosten sind mit dem Kneipensterben verbunden?
Die Düsseldorfer Vorträge finden in deutscher Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Alle Informationen zum Festival, zu den einzelnen Vorträgen und zum direkten Teilnahmelink (via Zoom).
