Vortrag des Nobelpreisträgers und Prionenforschers Stanley B. Prusiner

Mit der Entdeckung der Prionen lieferte er eine Erklärung für die „Rinderwahnsinn“ bzw. BSE genannte bovine spongiforme Enzephalopathie, deren Äquivalent beim Menschen die Creutzsfeld-Jakob-Krankheit ist. Prof. Prusiner ist Direktor des Institute for Neurodegenerative Diseases an seiner Universität.
Prof. Stanley Prusiner entdeckte eine bislang unbekannte Klasse von Erregern, die weder den Bakterien, Viren oder Pilzen zugeordnet werden können. Er nannte sie Prionen, - abgeleitet von Protein und Infektion. Es sind fehlgefaltete Proteine, die in der Lage sind, sich in dieser abnormen Form zu vermehren. Wenn sich Prionen ansammeln, verursachen sie schwere Demenzen und andere neurodegenerative Erkrankungen bei Menschen und Tieren. Zu ihrer Rolle bei Erkrankungen wie Alzheimer und anderen Demenzen, Parkinson, ALS und weiteren Erkrankungen spricht Prof. Stanley Prusiner am Montag, der 27. August, in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Stanley B. Prusiners Beiträge zur Forschung sind international anerkannt. Er ist Mitglied in den renommiertesten amerikanischen Wissenschaftsgesellschaften sowie ausländisches Mitglied der Royal Society in London. Er erhielt neben dem Nobelpreis zahlreiche weitere wichtige amerikanische wie internationale Wissenschaftspreise, z.B. den Wolf Prize in Medicine des Staates Israel (1997); und die United States Presidential National Medal of Science (2009).
Vortrag von Prof. Stanley B. Prusiner, „Prions Causing Neurodegenerative Diseases“, Montag, 27.08., 16:15 Uhr, Gebäude 26.11, Hörsaal 6 C, Ebene 0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.