In fünf Vorträgen im kommenden Halbjahr (Januar bis Juni 2018) zu den Themen: Wie gefährlich sind populistische Parteien?, Junior Scientists, Mehr (Internet-)Demokratie wagen?, Was bringt eine globalhistorische Perspektive?, Von Alzheimer bis Parkinson, geben Professorinnen und Professoren auf ansprechende und verständliche Weise Einblicke in die aktuellen Entwicklungen verschiedenster Wissens- und Forschungsgebiete. Es wird deutlich werden, dass komplexe Veränderungsprozesse wissenschaftlich beschrieben und auf diese Weise verstanden werden können und damit ihre Bedrohlichkeit verlieren.
Die Reihe startet am Donnerstag, den 25. Januar 2018, mit Prof. Dr. Thomas Poguntke vom Institut für Deutsches und Internationalen Parteienrecht und Parteienforschung. Er analysiert in seinem Vortrag Das neue Parteiengefüge Deutschlands im Europäischen Vergleich.
Die Bundestagswahlen vom September 2017 haben das Parteiensystem Deutschlands grundlegend verändert. Deutschland hat nun, wie viele andere europäischen Demokratien auch, eine signifikante rechtspopulistische Partei im Parlament. Die daraus erwachsenden Probleme bei der Regierungsbildung stellen die Politiker der etablierten Parteien vor erhebliche Herausforderungen. Gleichzeitig haben beide Volksparteien historische Tiefstände beim Wahlergebnis erreicht. Auch hier gibt es keinen deutschen Sonderweg, sondern eher eine Normalisierung: In vielen europäischen Demokratien sind die etablierten Parteien erheblichen Erosionsprozessen ausgesetzt. Der Vortrag widmet sich im Wesentlichen drei Fragen: Was bedeutet dies für die Zukunft der Parteiendemokratie? Wie gefährlich sind populistische Parteien? Welche Gegenstrategien gibt es?
Prof. Dr. Thomas Poguntke ist seit April 2010 Professor für Vergleichende Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität tätig und leitet als Direktor das Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung (PRuF). Seit 2008 stellt der Einfluss der Europaparteien auf osteuropäische Parteien und Parteiensysteme seinen Arbeitsschwerpunkt dar (https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/pw-poguntke/).
Die Vortragsreihe „Forschung im Fokus“ ist ein gemeinsames Projekt von Heinrich-Heine-Universität, Volkshochschule, Evangelischer Stadtakademie und Heinrich-Heine-Institut. Die Einzelveranstaltungen finden einmal im Monat – immer Donnerstag – in zentraler Lage, im Haus der Universität, Schadowplatz 14, in Düsseldorf statt.
Alle Termine 2018 im Überblick, Beginn jeweils 19.00 Uhr:
Donnerstag, 25. Januar 2018Das neue Parteiengefüge Deutschlands im Europäischen VergleichProf. Dr. Thomas Poguntke, Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung
Donnerstag, 1. März 2018 Heine Research Academies: Junior Scientists Nachwuchs-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität
Donnerstag, 19. April 2018 Mehr (Internet-)Demokratie wagen? Chancen und Risiken der Digitalisierung für Bürgerbeteiligung und politische Mobilisierung Prof. Dr. Michael Baurmann, Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie
Donnerstag, 3. Mai 2018 Was bringt eine globalhistorische Perspektive? Fotographie im 19. JahrhundertProf. Dr. Stefanie Michels, Institut für Geschichtswissenschaften
Donnerstag, 7. Juni 2018Von Alzheimer bis Parkinson Zum Stand der Forschung über neurodegenerative Erkrankungen Jun.-Prof. Dr. Alexander Büll, Institut für Physikalische Biologie
Veranstaltungsort Haus der UniversitätSchadowplatz 1440212 Düsseldorf
Beginn jeweils 19.00 Uhr
Teilnahmebeitrag je Abend: 5,00 €, für Studierende frei
