Der Begriff Outsider Art – ursprünglich 1972 von Roger Cardinal als Übersetzung der antiakademischen Art Brut von Jean Dubuffet gedacht - nahm in großen Teilen Europas und Nordamerikas eine eigene Entwicklung. Er beschreibt eine Kunst jenseits etablierter Formen und Strömungen. Die Werke der Künstler/innen, die häufig am Rande der Gesellschaft stehen, loten die Grenzen des menschlichen Denkens aus und geben mit ihren eigensprachlichen, meist existentiellen Werken, Anlass zu grundsätzlichen Fragen unseres Daseins. Zahlreiche Ausstellungen griffen in den letzten Jahren dieses schwer einzugrenzende Thema auf. Im Jahr 2013 stand die renommierte Biennale in Venedig unter dem Thema der Outsider Art.
Auf dem Symposium werden nationale und internationale Experten verschiedener Disziplinen neue Ansätze zum Werk einzelner Künstler vorstellen und den Umgang mit Outsider Art im Ausstellungswesen, auf dem Kunstmarkt sowie die Förderung von Künstler/innen im historischen und zeitgenössischen Kontext beleuchten. Das Programm wird durch die deutsche Premiere des Films Eternity has no door of escape von Arthur Borgnis im Filmkunstkino Cinema mit anschließendem Künstlergespräch bereichert. Der Eintritt ist dank großzügiger Förderer frei und steht allen Interessierten offen. Das vollständige Programm des Symposiums finden Sie im Anhang und unter www.symposium-outsider-art.de.
Auf einen Blick:
Wann: 9. – 10.11.17, 9-17 Uhr
Wo: Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf
Filmvorführung: Do., 9.11.17, 17 Uhr im Cinema, Schneider-Wibbel-Gasse 5, 40213 Düsseldorf – Altstadt
Referent/innen: Dr. Anne Boissière, Dieter De Vlieghere, Savine Faupin, Dr. Johann Feilacher, Dr. Monika Jagfeld, Klaus-Peter Kirchner, Univ.-Prof. Dr. Hans Körner, Dr. Veit Loers, Jun.-Prof. Dr. Nadine Oberste-Hetbleck, Dr. Lucienne Peiry, Dr. Barbara Safarova, Dr. Manja Wilkens, Dr. des. Falk Wolf, Luise von Dryander, Natascha Kirchner
