Diese konnten bis jetzt noch nicht nachgeholt werden. Durch den erneuten Streik wird die Warteliste für die Patientinnen und Patienten des UKD weiter wachsen. Die Notfallversorgung ist allerdings sichergestellt. Allerdings kann es auch sein, dass Patientinnen und Patienten in andere Kliniken verlegt werden müssen, wenn nur dort zeitnah die erforderliche Versorgung sichergestellt werden kann.
„Vor diesem Hintergrund appelliere ich an Verdi, den weiteren Streik abzusagen und die von der Gewerkschaft abgebrochenen Mediationsgespräche zur Entlastung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder aufzunehmen“ sagt Prof. Dr. Benedikt Pannen, stellvertretender Ärztlicher Direktor. Darüber hinaus sei der geplante Streik auch völlig sinnlos, da das UKD Mitglied des Arbeitgeberverbandes NRW ist und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften zuständig ist.
Pflegedirektor Torsten Rantzsch weist auf die aktuellen Entlastungsmaßnahmen am größten Düsseldorfer Krankenhaus hin: „Am UKD wurden seit 2016 insgesamt 80 zusätzliche Stellen in der Pflege bei leicht sinkenden Patientenzahlen geschaffen und weitere 80 Serviceassistenten in der Buffetversorgung eingestellt.“ Zudem werde gerade intensiv auf politischer Ebene an den geforderten Personalbemessungsgrenzen gearbeitet. Rantzsch: „Leider wird auch das durch die örtlichen Verdi-Funktionäre vollkommen ignoriert.
Zur Unterzeichnung einer sogenannten Notdienstvereinbarung, wie bei Streiks an Kliniken üblich, ist das Universitätsklinikum weiter bereit. Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Direktor des UKD und stellvertretender Vorstandvorsitzender, erklärt dazu: „Eine Notdienstvereinbarung macht allerdings nur dann Sinn, wenn zumindest eine mit Wochenenden und Feiertagen vergleichbare Personalstärke auf den Stationen vereinbart werden kann, damit die Versorgung der Patienten sichergestellt ist.“
