Darunter wird die gutartige Wucherung von „versprengtem“ Gebärmuttergewebe außerhalb der Gebärmutter meist im kleinen Becken bezeichnet. Experten schätzen, dass jedes Jahr ca. 40.000 Frauen neu an Endometriose erkranken. Obwohl damit Endometriose zu einer der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen zählt, dauert es vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose nach wie vor durchschnittlich sechs Jahre. Aufklärung tut Not! Aus diesem Grund lädt die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) gemeinsam mit der Europäischen Endometriose Liga e.V. zu einer Informationsveranstaltung über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 24. Oktober 2018, im Hörsaal der UKD-Frauenklinik statt. Trotz intensiver Forschung ist die Ursache der Endometriose immer noch unklar. Frauen, die vor oder während ihrer „Tage“ unter starken Schmerzen, häufig in Verbindung mit einer starken Regelblutung leiden, denken, dass diese Symptome normal sind. „ Die Beschwerden werden in der Familie und im Freundeskreis häufig tabuisiert und verharmlost“, so Professorin Tanja Fehm, Direktorin der Universitätsfrauenklinik. Für betroffene Frauen bedeutet dies oftmals einen jahrelangen Leidensweg. „Aus diesem Grund sollten starke Schmerzen vor und während der Regelblutung, beim Geschlechtsverkehr aber auch beim Wasserlassen und Stuhlgang oder ein unerfüllter Kinderwunsch immer gynäkologisch abgeklärt werden“, sagt Professorin Fehm. Endometriose – schmerzhaft aber behandelbar Endometriose gilt als östrogenabhängige Erkrankung. Wie in der Gebärmutter baut sich auch außerhalb der Gebärmutter „versprengtes“ Gebärmuttergewebe im Zyklus auf und wieder ab. Dies kann zu Blutungen und chronischen Reizuständen führen, die mit starken Schmerzen verbunden sein können. Neben (blutgefüllten) Eierstockzysten können sich Verwachsungen bilden, die oft die Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit sind. Nach Expertenschätzungen besteht bei mehr als 25 Prozent der Kinderwunschpaare der unerfüllte Kinderwunsch aufgrund einer Endometriose. Je eher die Diagnose erfolgt, umso schneller kann eine geeignete Therapie beginnen.
Endometriose ist behandelbar. Nach einer gründlichen gynäkologischen Untersuchung wird gemeinsam mit der Patientin die Wahl der Therapie getroffen. Je nach Ausprägung des Krankheitsbildes und der Lebensumstände der Patientin erfolgt der Einsatz von Medikamenten, teilweise auch kombiniert mit einer Operation.
Bei der Informationsveranstaltung am 24. Oktober stehen Fragen rund um Symptomatik, Diagnose und Therapie im Mittelpunkt. Zu den Referenten zählen neben Professorin Fehm, Geschäftsführende Oberärztin Priv. Doz. Dr. Ines Beyer, Oberarzt Dr. Daniel Gantert, Professor Dr. Jan-Steffen Krüssel, Leiter UniKiD, Funktionsoberärztin Dr. Jessica Salmen, Oberarzt Dr. Lukas Schlösser sowie Oberärztin Dr. Anne Kathrin Volkmer. Betroffene Frauen berichten zudem über ihre Erfahrungen.
InformationsveranstaltungWann: Mittwoch, 24. Oktober 2018, 18.00 Uhr Wo: Universitätsklinikum Düsseldorf, Hörsaal der Frauenklinik, Gebäude 14.75, Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf
Referenten:
- Prof. Dr. med. Tanja Fehm, Direktorin der Universitätsfrauenklinik
- PD Dr. med. Ines Beyer, Geschäftsführende Oberärztin der Universitätsfrauenklinik
- Dr. med. Daniel Gantert, Oberarzt, Bereichsleiter Minimalinvasive Chirurgie
- Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel, Leiter UniKiD
- Dr. med. Jessica Salmen, Funktionsoberärztin, Naturheilverfahren
- Dr. med. Lukas Schlösser, Oberarzt, Schmerztherapie
- Dr. med. Anne Kathrin Volkmer, Oberärztin
Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich.
Weitere Informationen bei: Europäische Endometriose Liga e. V. Dr. Ursula Leinemann Habichtweg 7 21244 Buchholz Telefon: 04102-23 71 08 Mobil: 0171 822 01 86 leinemann@endometriose-liga.eu www.endometriose-liga.eu
