Ist das wichtig oder kann das weg?

Seit 2001 gibt es das Universitätsarchiv, das kleine und große Schätze beherbergt. Zu den ältesten gehört ein handgeflochtener Wäschewagen der Medizinischen Akademie. „Wir haben hier nicht nur Akten, sondern auch historische Talare, viele Studierendenzeitungen, Urkunden und Matrikelbücher“, berichtet Dr. Julius Leonhard. Der Archivar ist erster Ansprechpartner, wenn es um die oben genannte Frage geht.
Grundsätzlich gibt eine Richtlinie zur Aufbewahrung und Archivierung sowie eine Archivordnung, die HHU-Angehörige beachten müssen. Werden Unterlagen nicht mehr für die tägliche Arbeit genutzt, müssen sie dem Archiv angeboten werden. Dann besucht Dr. Leonhard die Verwaltung, Fakultäten oder Fachschaften und sichtet die Unterlagen. Ausgewähltes wird in Kartons verpackt und ihm anschließend geschickt. Dann beginnt die eigentliche Arbeit: bewerten, sortieren, erfassen, verpacken etc.
Neue Studiengänge, Institute, Berufungen, Nachlässe von Professorinnen und Professoren, Forschungsunterlagen – all das gehört zur Geschichte einer Hochschule und kann später einmal hochinteressant sein. Denken wir etwa an das 50-jährige Jubiläum der HHU, für das einige Besonderheiten zusammengetragen wurden, beispielsweise für diese Broschüre.
Insgesamt 580 Meter lang sind die Regale im zweiten Stock von Gebäude 23.03, in denen das Archivgut lagert. Übrigens: Wie Schriftgut richtig verwaltet wird, auch dazu berät Dr. Leonhard regelmäßig.
Weitere hilfreiche Informationen zu dieser Abteilung der Universitäts- und Landesbibliothek: https://www.ulb.hhu.de/forschen-und-erkunden/universitaetsarchiv.html