GFFU: Mehr als 1,7 Millionen Euro für Forschung und Lehre

Das Vereins- und Stiftungsvermögen betrug Ende 2017 ca. 36 Millionen Euro. Es nahm damit im Berichtsjahr um ca. 10 Prozent zu. Dank sehr sorgfältiger Vermögensanlage rechnet Eduard H. Dörrenberg für das laufende Jahr mit einer Nettorendite von knapp drei Prozent. In Zeiten weiterhin ungünstiger Bedingungen am Kapitalmarkt ist das im Vergleich zu anderen Stiftungsfonds eine gute Performance.
Im Jahr 2017 wurde der GFFU eine neue Stiftung zur Verwaltung anvertraut. Diese Stiftung mit einem Kapital von einer Million Euro hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung von Nieren- und Hochdruckkrankheiten an der Klinik für Nephrologie zu fördern. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 hat sich der Geschäftsführer der GFFU, Edzard Traumann, in den Ruhestand verabschiedet. Als Nachfolgerin konnte Irene Schrader gewonnen werden.
Im September dieses Jahres hat die GFFU zu ihrer ersten Dialogveranstaltung mit dem Thema "Unser Mittelstand auf der Seidenstraße? Erfahrungsaustausch mit Firmenlenkern und Unternehmen" eingeladen. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion diskutierten lebhaft über ihre Erfahrungen nach chinesischer Firmenübernahme bzw. mit der Gründung von Tochterfirmen in China.
Im Oktober wurde zum zweiten Mal das im letzten Jahr ins Leben gerufene Gründerstipendium verliehen. Wegen der hohen Qualität der vier qualitativ nahe beieinander liegenden Bewerberprojekte entschied sich der Vorstand der GFFU, den Preis in Höhe von 50.000 € gleichermaßen auf zwei Teams zu verteilen. Dies sind die Preisträger: PD Dr. Ralf Westenfeld und Elric Zweck vom Team "Valvofon" und Nadja Chylla, Lara Lauc, Pranjal Dhole, Mehmet Karakus und Jonas Winkelmann vom Team "Valuencer". Das "Valvofon" ist ein Gerät zur problemlosen Erkennung von Herzklappenerkrankungen und kann das Stethoskop ersetzen. "Valuencer" ist eine Plattform, auf der der Marktwert und der Einsatz von Influencern berechnet werden kann, den Meinungsmachern und Lobbyisten der Moderne.
Im Rahmen der Jahresveranstaltung wurden traditionsgemäß drei wissenschaftliche Preise verliehen. Den mit 10.000 Euro ausgestatteten "Preis der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf" erhielt Prof. Dr. Mehrdad Payandeh, Juristische Fakultät, für seine Habilitationsschrift zum Thema "Judikative Rechtserzeugung. Theorie, Dogmatik und Methodik der Wirkungen von Präjudizien". Der mit 12.500 Euro dotierte "Reinhard-Heynen und Emmi-Heynen-Preis" ging an Univ.-Prof. Dr. Achim Landwehr, Philosophische Fakultät, für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften. Der Forschungspreis der Dr.-Günther- und Imme-Wille-Stiftung, ebenfalls dotiert mit 10.000 Euro, ging an PD Dr. med. Lars Schimmöller, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, für seine Arbeit zum Thema "Validierung der Multiparametrischen Prostata-MRT mittels gezielter MRT-Biopsie".
Die jeweilige Amtszeit der Vorstandsmitglieder Eduard H. Dörrenberg, Dirk Grolman, Stefan Hamelmann und Prof. Dr. Norbert Zimmermann endet zum 31.12.2018. In der Mitgliederversammlung wurden alle vier für eine weitere Amtszeit und Eduard H. Dörrenberg erneut als Präsident bestätigt.