Leitthema der Tagung ist die Kooperative Rhetorik, die von Prof. Dr. Elmar Bartsch begründet wurde. Als Wissenschaftler entwickelte er zahlreiche Kursmodelle für verbale Kommunikation und Persönlichkeitsbildung. Seinem Konzept lag die Idee zugrunde, das Gegenüber in Gesprächen als Partner und nicht als Gegner zu sehen. Er trainierte und coachte Führungskräfte im Hinblick auf die Themen Kommunikationsphilosophie und Kommunikationsethik, Rhetorik und Dialogik. Bekannt wurde der Sprechwissenschaftler und Management-Trainer auch als Gründer der 'Sprechkontakte', ein an der Uni Duisburg begründetes Forum, das Wissenschaftler, Trainer und Führungskräfte, die am Thema mündliche Kommunikation interessiert sind, regelmäßig zum fachlichen Austausch zusammenbringt. Seit 2000 wird diese Veranstaltung, die Bartsch selbst noch bis zu seinem Tode 2010 mit betreut hat, von dem Bereich „Mündlichkeit“ in Düsseldorf weitergeführt.
„Man kann beobachten, dass der Umgangston nicht nur in der Politik, sondern überall im Alltag schärfer wird und dass Polemik vielerorts an die Stelle von Argumentation tritt. Das gibt Anlass, sich intensiv mit kooperativen Formen der Rhetorik zu beschäftigen - und das in Beiträgen, die länger als eine Twitter-Nachricht sind. Deshalb laden wir zu dieser Tagung an der Universität Düsseldorf ein“, so Marita Pabst-Weinschenk, promovierte Sprecherzieherin und Leiterin der DGSS-Ausbildungs- und Prüfstelle in Düsseldorf. Als ehemalige Kollegin von Elmar Bartsch war sie von Anfang an mit an der Verbreitung dieses kooperativen Rhetorikkonzepts beteiligt.
Organisiert wird die Tagung von dem Bereich „Mündlichkeit“ am Institut für Germanistik der Philosophischen Fakultät im Rahmen einer Lehrveranstaltung in Kooperation mit Bachelor- und Masterstudierenden sowie Kandidat*innen, die sich auf die Prüfung vor der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e.V. (DGSS) vorbereiten.
Anmeldung bei pabst@phil.hhu.de
