Ein Passwort für alles? Keine gute Idee.

Zugegeben, wir alle sind genervt von den vielen Passwörtern, PINs oder Zugangskennungen, die wir für die zahlreichen Dienste im Internet inzwischen brauchen. Doch Vorsicht! Es ist keine Lösung, für alles immer die gleiche Kombination von Benutzerkennung und Passwort zu nehmen. Auch wenn es bequem wäre, sich nur eine Kombination merken zu müssen. „Wird allerdings eines der Dienste gehackt und das Passwort gestohlen, wird es ernst. Bei vielen ist zudem die Nutzerkennung zugleich die persönliche E-Mail-Adresse, die Hackern damit auch bekannt wird. Es vergrößert den Schaden noch, wenn man für sein E-Mail-Postfach das gleiche Passwort verwendet“, warnt die Datenschutzbeauftragte der HHU, Dr. Ursula Hilgers.
Denn beim Credential Stuffing probieren Angreifer Listen mit E-Mails und erbeuteten Passwörtern bei verschiedenen Online-Diensten aus. Sie kapern so Accounts und nutzen diese für ihr kriminelles Handeln. Wer aus Bequemlichkeit die gleiche Kombination von Benutzerkennung und Passwort mehrfach nutzt, macht es Cyberkriminellen leicht. So brechen sie mit legalen Zugangsdaten in Dienste ein – ganz ohne erkennbare Spuren auf ihr kriminelles Handeln zu hinterlassen.
Jeder hat es also selbst in der Hand, diese Angriffsmethode zu bremsen. „Schützen Sie Ihre Zugangsdaten, indem Sie für unterschiedliche Dienste im Internet verschiedene Passwörter generieren. Bitte nutzen Sie niemals Passwörter an Systemen der HHU, die Sie auch im Internet für den Zugriff auf Online-Dienste verwenden“, lautet der klare Rat von Dr. Hilgers.
Um den Überblick über die Log-in-Daten zu behalten, gibt es eigene Programme – die auch dabei unterstützen, sichere Passwörter zu erstellen. Das ZIM hilft hier mit fachlichem Rat gern weiter. Und das Hasso Plattner-Institut bietet eine Plattform an, in der Nutzer prüfen können, ob Ihre E-Mail-Adresse bereits kompromittiert wurde: https://sec.hpi.de/ilc/
Weitere Informationen: Dr. Ursula Hilgers, hilgers@hhu.de