Jan-Markus Kötter wurde 1983 geboren und ist derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Alte Geschichte (Prof. Dr. Bruno Bleckmann) tätig. Er studierte Geschichtswissenschaften und ev. Theologie in Bielefeld, Uppsala und Bonn und wurde 2011 an der Goethe-Universität Frankfurt promoviert. Seit 2011 ist er an der Heinrich-Heine-Universität tätig, zunächst im NRW-Akademieprojekt „Kleine und fragmentarische Historiker der Spätantike“. Seit diesem Jahr arbeitet Kötter in dem DFG-Projekt „Scipio Aemilianus und die Strategien im Wettbewerb römischer Aristokraten“ an seiner Habilitation.
Im Fokus von Kötters Arbeit stehen Austrag, Verarbeitung und Folgen gesellschaftlicher Konflikte: Welche Handlungsperspektiven entwickelten historische Akteure angesichts der Herausforderungen ihrer Zeit, welche konnten sie aufgrund ggf. begrenzter Einsichten in strukturelle Handlungsvorgaben überhaupt entwickeln? Und wie trägt das Handeln der Akteure – bewusst oder unbewusst – zur Veränderung der Rahmenbedingungen für neues Handeln bei? Bei der Beantwortung solcher Fragen nimmt Kötter Anregungen aus anderen Fächern auf und öffnet seine Ergebnisse durch eine historische Theoriebildung wiederum für den interdisziplinären Austausch.
