Digitale Sicherheit zwischen Risiken, Recht und Regulierung: DigiSem 2026 am Weizenbaum-Institut

Im Mittelpunkt steht digitale Sicherheit als menschenzentriertes und interdisziplinäres Forschungsfeld. Dabei geht es um die Frage, welche Risiken digitale Technologien für Menschen und Gesellschaft mit sich bringen und wie sich diese Risiken begrenzen lassen. Dazu gehören etwa Diskriminierung und Verzerrungen durch digitale Systeme, Des- und Falschinformationen oder Situationen, in denen Nutzer:innen nur eingeschränkt nachvollziehen oder beeinflussen können, wie digitale Technologien eingesetzt werden. Auch die Frage, wie digitale Systeme so gestaltet und reguliert werden können, dass sie insbesondere vulnerable Gruppen – etwa Kinder – besser schützen, ist Teil des Seminars.

Ziel des zweitägigen Seminars ist es, den Austausch und die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler:innen über Fachgrenzen hinweg zu fördern. Im Mittelpunkt stehen konstruktives Feedback zu Forschungsarbeiten und der Austausch über gemeinsame Fragestellungen. Die Diskussionen sollen dazu beitragen, digitale Systeme sicherer, verantwortungsvoller und gesellschaftlich nachhaltiger zu gestalten.

Zwei Keynotes zu KI und Cyber-Resilienz

Einen Impuls setzt Prof. Dr. Lena Kästner, Professorin für Philosophie, Informatik und Künstliche Intelligenz an der Universität Bayreuth und Principal Investigator im bidt-Projekt FoGG. In ihrer Keynote „AI and the Safety Paradox: Convenience, Control, or Compromise?“ widmet sie sich dem Spannungsverhältnis zwischen Komfort, Kontrolle und Sicherheit beim Einsatz künstlicher Intelligenz.

Die zweite Keynote hält Dr. Jens Karschau, Referent im Bereich digitaler Verbraucherschutz beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Unter dem Titel „Cyber-Resilience: Bridging Consumer Protection, Smart Hardware, and the AI Frontier“ spricht er über die Sicherheit digitaler Ökosysteme für Verbraucher:innen, deren systemische Risiken und die wachsende Bedeutung Künstlicher Intelligenz.

DigiSem 2026 – Digitalisation Research Seminar

DigiSem 2026 | Balancing Digital Safety between Risks, Rights, and Regulation


Über das Netzwerk der Institute für Digitalisierungsforschung (NIfD)

Das Netzwerk der Institute für Digitalisierungsforschung (NIfD) vereint seit 2021 führende Einrichtungen in Deutschland, die die gesellschaftlichen, politischen und technologischen Folgen der digitalen Transformation interdisziplinär erforschen. Die Mitglieder des Netzwerks sind das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG), das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt), das Center for Advanced Internet Studies (CAIS), das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI), das Weizenbaum-Institut und das Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI). Das Netzwerk stärkt Kooperation, Wissensaustausch und gemeinsame Initiativen, um die Digitalisierungsforschung in Deutschland sichtbar und wirksam zu machen.

Teilnehmende Einrichtungen des NIfD

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)


Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt)


Center for Advanced Internet Studies (CAIS)


Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut (HBI)


Weizenbaum-Institut (WI)


Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI)


Pressekontakt

Anna-Maria Esch
Referentin Presse und Publikationen, bidt


Zum Profil

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