Communicator-Preis 2026: Ute Schmid für herausragende Wissenschaftskommunikation zu Künstlicher Intelligenz ausgezeichnet

Die bidt-Direktorin Ute Schmid ist am 29. Juni 2026 mit dem Communicator-Preis 2026 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes ausgezeichnet worden. Mit dem Preis würdigte die Jury Schmids jahrzehntelanges Engagement, Künstliche Intelligenz verständlich, differenziert und im Dialog mit der Gesellschaft zu vermitteln. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste Auszeichnung für Wissenschaftskommunikation in Deutschland und wurde von einer Jury aus  Kommunikationsexpertinnen und -experten unter dem Vorsitz von DFG-Vizepräsident Professor Dr. Johannes Grave vergeben. Die feierliche Preisverleihung fand im LVR-Landesmuseum in Bonn vor 250 Gästen statt. 

Brückenbauerin zwischen Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft und Politik

In seiner Laudatio hob der Juryvorsitzende Prof. Dr. Johannes Grave hervor: „Angesichts mancher schriller Positionen in der zuletzt deutlich intensivierten Debatte über KI ist es ein großer Glücksfall, dass sich mit Ute Schmid eine Informatikerin in das öffentliche Gespräch einbringt, die im engen Austausch mit der Psychologie die Schnittstellen zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz in den Blick nimmt. […] In einer Vielzahl von Vortrags- und Begegnungsformaten sucht sie den Dialog mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen: mit Unternehmen, der Medizin oder dem Bildungssektor ebenso wie mit Kindern und Jugendlichen. Sie geht dabei weit über die Räume der Universität hinaus und besucht auch Volkshochschulen, Theater oder einen Bamberger Bierkeller, um ihre Zielgruppen dort zu erreichen, wo sie sind.“ 

Die Jury des Communicator-Preises […] sieht in Ute Schmid eine Brückenbauerin zwischen Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft und Politik, die über Jahrzehnte ein großes Netzwerk aufgebaut und nachhaltige Strukturen für ihre Wissenschaftskommunikation geschaffen hat. Auf dieser Basis gelinge es ihr, holzschnittartig verengte Debatten um KI aufzubrechen und Räume für eine differenzierte Reflexion zu öffnen.

Juryvorsitzender Prof. Dr. Johannes Grave

Einsatz für einen breiten demokratischen Diskurs 

Ich bin sehr stolz, dass ich diese wichtige Auszeichnung für Wissenschaftskommunikation erhalten habe. Wissenschaftskommunikation liefert eine wichtige Grundlage, damit wir komplexe Entscheidungen auf rationaler Basis und nicht von Stammtischparolen geleitet treffen können. Gerade bei einer Schlüsseltechnologie wie der Künstlichen Intelligenz ist ein grundlegendes Verständnis von KI-Methoden und deren Potentialen aber auch Grenzen Voraussetzung dafür, dass ein breiter demokratischer Diskurs geführt werden kann, wie wir in Zukunft mit KI leben, lernen und arbeiten wollen.

Prof. Dr. Ute Schmid
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Vortrag von Prof. Dr. Ute Schmid im Rahmen der Veranstaltung zum Communicator-Preis 2026.© DFG/Heiko Specht

KI-Kompetenz für Wissenschaft und Gesellschaft 

An der Universität Bamberg ist Ute Schmid Inhaberin des Lehrstuhls für Kognitive Systeme und lehrt und forscht seit vielen Jahren im Bereich Künstliche Intelligenz mit Fokus auf interpretierbares und neuro-symbolisches maschinelles Lernen und erklärbarer KI. Am Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) bringt sie ihre langjährige Expertise in Künstlicher Intelligenz mit einer Vielzahl von Kommunikationsformaten ein. Sie ist Mitglied im Direktorium und im Geschäftsleitenden Ausschuss des bidt. Als Initiatorin und Leiterin der Forschungsgruppe Elementarinformatik (FELI) engagiert sich seit über zehn Jahren für die Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten in der Grundschule. Für ihr Engagement für Wissenstransfer im Bereich Informatik, speziell zum Thema KI, für Kinder, Lehrkräfte sowie die breite Öffentlichkeit wurde sie 2020 mit dem Rainer-Markgraf-Preis ausgezeichnet. Ute Schmid ist zudem Mitglied im Bayerischen KI-Rat, acatech Mitglied, sowie EurAI Fellow und GI Fellow. 

Über den Communicator-Preis 

Der Communicator-Preis wird seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Stifterverband vergeben. Ausgezeichnet werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Forschung auf besonders innovative, vielfältige und wirksame Weise einer breiten Öffentlichkeit vermitteln und sich in herausragender Weise für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft engagieren. 

Ute Schmid im Video-Porträt

Pressekontakt

Anna-Maria Esch
Referentin Presse und Publikationen, bidt


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