Bauchschlagader: Männer ab 65 haben Anspruch auf Vorsorgeuntersuchung

Hintergrund: Reißt ein Aneurysma der Bauchschlagader  ein, überleben nur 20 Prozent der Patienten den massiven Blutverlust, der dadurch in kürzester Zeit eintritt. „Männer über 65 erkranken sechsmal häufiger als Frauen an einem Aneurysma der Bauchaorta. Zudem steigt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter. Kommen weitere Faktoren hinzu, vor allem das Rauchen oder auch eine familiäre Vorbelastung, erhöht sich das Risiko noch weiter“, so der Gefäßexperte der Düsseldorfer Uniklinik.Oft wird die Erkrankung nur sehr spät entdeckt oder gar nicht: „Beschwerden werden als Bauchschmerzen abgetan oder auch als Rückenschmerzen, wenn die Aussackung der Hauptschlagader  etwa auf die Wirbelsäule drückt. Kommt es dann zu einem Riss, im Fachbegriff „Ruptur“, ist es häufig für einen rettenden Eingriff leider  zu spät“, betont Prof. Schelzig. Pro Jahr werden in Deutschland über 17.000 Menschen gezählt, die an einem Aneurysma der Bauchschlagader operiert werden. Mit dem Screening sollen Risikofälle früh identifiziert werden und so rechtzeitig behandelt werden, bevor es zu einem Riss kommt.Termininformation:Informationstag „Ultraschallscreening des Bauchaortenaneurysmas“7. März 201817 bis 19 UhrUniversitätsklinikum Düsseldorf, Campus MoorenstraßeHörsaal Chirurgie (ZOM I)
Kontakt:Prof. Dr. Hubert SchelzigDirektor der Klinik für Gefäß- und EndovaskularchirurgieUniversitätsklinikum Düsseldorf (UKD)Moorenstr. 540225 DüsseldorfTel. 0211/81-17090gefaessmedizin@med.uni-duesseldorf.de