Grenzenlose Zusammenarbeit und Mobilität in Europa ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die offenkundig immer stärker werdenden nationalistischen Tendenzen der letzten Jahre gefährden diese Entwicklung. Die EU ist primär ein politisches Projekt, folglich entscheiden Repräsentanten gewählter Parteien, wie und ob es mit der Union weitergeht. Die entsprechend wichtige Wahl zum europäischen Parlament am 26. Mai 2019 ist auch für die Hochschulen von besonderer Bedeutung: Innereuropäische Mobilität und Kooperation zwischen den Hochschulen ist zu einem entscheidenden Wert für Studierende, Wissenschaft und auch für die Uni-Verwaltungen geworden.
Unter dem Motto „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“ sind alle Studierenden in Deutschland (und mithin natürlich: Europa) aufgerufen, sich an der Wahl zum Europaparlament zu beteiligen. Aus der gemeinsamen Erklärung der Initiatoren: „HRK und DSW sind besorgt über den gewachsenen Einfluss populistischer und nationalistischer Kräfte in ganz Europa. Gleichzeitig erscheint den meisten jungen Erwachsenen ein anderes als ein friedliches, grenzenloses Europa undenkbar. […] Das Brexit-Referendum 2016, an dem sich vergleichsweise wenige Briten im Studierendenalter beteiligt haben, hat gezeigt, dass die aktive Stellungnahme zu Europa für die junge Generation dennoch oder gerade deshalb in Frage steht.“
HHU-Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck stellt sich hinter den Anruf. „Rechtspopulistische Parteien wenden sich gegen vieles, für das die HHU steht: Weltoffenheit, Vielfalt, Chancengleichheit, Toleranz und Internationalität. Diese Werte sind unmittelbar mit unserem Namenspatron Heinrich Heine verbunden und sie haben auch für mich persönlich eine große Bedeutung. Wir stehen zu einem vereinten Europa, das bei allen organisatorischen Schwächen ein Erfolgsprojekt und der größte Garant für die längste Friedensperiode auf unserem Kontinent ist. Wir profitieren als Universität der NRW-Landeshauptstadt und in Nachbarschaft zu Belgien, den Niederlanden und Luxemburg täglich von der ideellen und räumlichen Nähe zu Brüssel. Dass wir alle heute grenzenlos studieren und forschen dürfen, ist ein Geschenk, das wir verteidigen müssen.“
Zur Initiative „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“
