In seinem Vortag widmet sich Ruderman einem bemerkenswerten Kapitel der vielfältig verflochtenen Geschichte von Juden und Christen im Europa des 19. Jahrhunderts. Er geht dabei auch auf den Missionar Alexander McCaul ein, der in dieser Zeit in Warschau tätig war. Zugleich beleuchtet er diese Zeit als eine Phase des Ringens um die Bestimmung jüdischer Identität im Europa der Moderne.
David Ruderman ist Joseph Meyerhoff Professor of Modern Jewish History an der University of Pennsylvania, deren Herbert D. Katz Center for Advanced Judaic Studies er von 1994 bis 2014 leitete. Als Humboldt-Forschungspreisträger ist er seit 2016 zugleich an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main tätig. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören Jewish Thought and Scientific Discovery in Early Modern Europe (New Haven/London 1995) und Early Modern Jewry: A New Cultural History (Princeton 2010).
